Das Betriebsmädchen übertreibt's

 

Liebe Kunden, liebe Freunde, liebe Musiker – liebe Leser!

 

2019 ist erst zarte fünf Tage alt und schon mag ich es ein bisschen weniger als das vergangene. Grund: unser 50. Jubiläumsjahr ist vorüber. Wie schade! Es war mir gerade erst so richtig ans Herz gewachsen, morgens bei Arbeitsantritt die Tür aufzureißen, ekstatisch „Paaaaarty“ zu grölen, gleich die Lichtorgel zu starten und dann direkt im Eingang schon total zu eskalieren. Gut, ich gebe gleich zu: ganz so ist es im letzten Jahr dann doch nicht gelaufen – statt eines orgiastischen Jubiläumsmobs erwarteten mich beim Betreten des Geschäftes allmorgendlich nur die gewohnt leeren Gesichter der Kollegen. Es ist zwar nicht so, als hätten wir unser Jubeljahr nur unzureichend mit Ihnen gefeiert – schließlich gab es vom gediegenen Jubiläumsempfang über Workshops und Sonderaktionen bis zum Flohmarkt mit angeschlossenem Biergarten eine Menge zu tun für Sie und für uns. Aber das war ja auch irgendwie mehr oder weniger – Verzeihung -  Standardprogramm… jedenfalls gegenüber meinen ursprünglichen Feierideen für „50 Jahre Jürgen Metzger GmbH – seit 1968“.

 

Viel lieber hätte ich nämlich so richtig aus den Vollen geschöpft: zum Beispiel aufbrandender Applaus gleich beim Betreten des Geschäftes, ein Kinderchor hinter dem Werkstatttresen, der Ihnen Ihre aktuelle Wartezeit auf Reparaturen im Kanon vorsingt, und wenn Sie eine versilberte Trompete kaufen, tritt Bobby Flitter aus der Seitentür auf und schenkt Ihnen eine Tube Politur mit Jubiläumslogo auf dem Glitzertablett. Das hat doch was, hm? Außergewöhnlich! Macht sonst keiner! Das jedenfalls waren meine Argumente bei der Vorbesprechung mit dem Chef, damals, an einem lahmen Sommertag 2017. Mag es nun an seiner diesbezüglich schwach ausgeprägten Phantasie gelegen haben oder an der entsetzlichen Schwüle des genannten Tages: alle meine Vorschläge wurden entweder rigoros abgewehrt oder mit hochgezogen Augenbrauen quittiert – und dann abgewehrt. Dass nun nicht jeder Kunde (und ebenso wenig jeder Chef) etwas für lustige Partyhüte übrig hat, kann ich selbstverständlich nachvollziehen. Weshalb man aber Paillettensakkos für das Werkstattteam reflexartig „peinlich“ und einen kleinen Korb voll flauschiger Jubiläumshäschen zum Kuscheln an der Kasse „übertrieben und echt gruselig“ finden muss, erschließt mir dagegen so ganz und gar nicht. Selbst meine allerliebste  Dekorationsidee – Papiergirlanden aus kleinen Jürgen Metzgers – führte nur dazu, dass der Chef sich ganz furchtbar schlimm an seinem Kaffee verschluckte.

 

Schlussendlich bin ich mir aber sicher, dass unser Chef damals dann doch intuitiv richtig entschieden und geplant hat, wie wir unser Jubiläumsjahr am Besten gestalten sollten. Schließlich haben wir zwölf ausgesprochen schöne, fröhliche und ganz entspannte Monate zusammen verbracht! Mit jeder Menge alten und neuen Geschichten, vielen tollen Verkäufen und sogar der einen oder anderen Überraschung. Und dafür möchten wir ganz besonders Ihnen, liebe Freunde und Partner, liebe Kunden und Besucher, liebe Freunde und Weggefährten, ein herzliches Dankeschön sagen: denn ohne Sie hätte es „50 Jahre Jürgen Metzger GmbH“ ganz gewiss nicht gegeben!

 

 

Es grüßt Sie diesmal ganz besonders herzlich

   - und stößt mit Ihnen auf fünfzig weitere Jahre an

 

 

Ihr Betriebsmädchen

 

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