Das Betriebsmädchen hat eine Idee

Liebe Kunden, liebe Freunde, liebe Musiker – liebe Leser!

 

Als ich diese Woche bei kuscheligen fünf Grad Außentemperatur und herrlichstem, grauen Matschwetter das Haus verließ, ließ es sich endgültig nicht mehr leugnen: Weihnachten steht vor der Tür! Da die Feiertage ja inzwischen seit mehreren Jahren stets auf das gleiche Datum fallen, hat es für mich persönlich zwar sein überraschendes Moment verloren, aber geschäftlich gesehen kommt das Weihnachtsfest irgendwie doch immer recht plötzlich.

 

Gut, das mag möglicherweise auch damit zusammenhängen, dass ich die rechtzeitige, festliche Umdekoration des Ladens immer so lange wie nur möglich vor mir her schiebe, obwohl der Chef bereits missmutig die Brauen zusammenzieht – bis er dann beginnt zu nörgeln und zuallerletzt mit einem scharfen „Öii!“ das absolute Ende seiner Geduld ankündigt. Aber auch abgesehen davon empfinde ich die Zeit bis zum Jahresende allgemein als viel zu knapp. Zu knapp, zu hektisch und leider auch viel zu schnell vorbei. Ich erinnere mich vage an ein Plakat des vorletzten Landtagswahlkampfes mit dem so aufrührerischen wie bemerkenswerten Vorschlag, „einen Samstag mehr pro Woche“ einzuführen. Was für ein großartiger Gedanke!

 

Eine Woche mit einem zusätzlichen Tag – wunderbarer Einfall! Ich würde sogar für einen ganzen zusätzlichen Monat plädieren, vielleicht zwischen September und Oktober. Dann hat das Wetter noch die Chance, mild und schön zu sein und es bliebe einem genügend Zeit, zwischen Sommer- und Herbstferien mal durchzuschnaufen statt hektisch von einem Urlaub in den nächsten zu jagen. Und Weihnachten ist noch weit genug weg, um Stress hervorrufen zu können. Genial! Den vierzehnten Droktember würde ich dann außerdem zum nationalen Feiertag erklären – ein Musikfeiertag vielleicht. Statt Gewerkschaftskundgebungen wie am 01. Mai würden allerorten untersetzte Herren auf grünen Wiesen Jagdhorn spielen oder beseelte Saxophonisten in Innenstädten zwischen zwei Ampelschaltungen Bluestonleitern üben. Schulorchester dürften Carmina Burana aufführen – ausnahmsweise auch ohne Pauken und Chor, ist ja Feiertag. Und in allen Bussen empfangen vier Trompeter und ein vollschlanker Tubist aus der letzten Reihe jeden zusteigenden Fahrgast mit Alte Kameraden . Herrlich!

 

Vielleicht haben ja auch Sie noch eine Idee dazu – lassen Sie uns doch mal zusammen eine Petition verfassen!

 

In diesem Sinne wünscht Ihnen ein schönes Weihnachtsfest

 

 

Ihr Betriebsmädchen

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  • :)

    Dankeschön, eine schöne Idee!
    "vollschlanker Tubist" :)